Demo am 21.09.2018 in Berlin: Save Idlib NOW! No War against Idlib!

Freitag, den 21.09.2018 - 18:00 - 20:00 Uhr  - Berlin - Breidscheitplatz (Gedächtsniskirche)


Anlässlich des diesjährigen internationalen Weltfriedenstags der Vereinten Nationen (UN) am 21. September 2018 demonstrieren AktivistInnen mit und ohne syrischem Hintergrund gegen den drohenden Krieg gegen die syrische Provinz Idlib. Dabei warnen sie vor der bevorstehenden humanitären Katastrophe und prangern die Untätigkeit der Weltgemeinschaft angesichts des Genozids und die strukturelle und institutionelle Unterstützung der UN Institutionen für das Regime von Baschar al-Assad an.

Sie demonstrieren um ihr Leben: Seit Wochen sind in der Nordsyrischen Provinz Idlib mutige Frauen, Männer und Kinder zu tausenden auf der Straße. Trotz siebeneinhalb Jahren Völkermord durch Dauerbombardement, Hungerblockaden und der Verweigerung Medizinischer Hilfe, des Krieges gegen Krankenhäuser, Schulen, Flüchtlingszentren und Hilfsstationen, der oft mehrfachen Bus-Deportationen und Vertreibung aus ihren Häusern, des massenhaften Todes durch Folter und Vergewaltigung in den Haftanstalten und des Verschwindenlassens, all diesem zum Trotz versammeln sich die Menschen in Idlib auf den Straßen und rufen: “Wir sind keine Terroristen!”, “Kein Frieden ohne Gerechtigkeit” und “Das Volk will des Sturz des Regimes!” 

 

Am heutigen Weltfriedenstag, dem 21.9. 2018, müssen wir gemeinsam mit ihnen auf der Straße stehen, für die Freiheit, für ein sofortiges Ende des Krieges! Wir müssen fordern: Sofortiger Stopp dieses Genozids und Massenmords, welcher von Assad und Putin im Vorfeld kaltblütig angekündigt wurde als "Liquidation" und "Vernichtung" des Widerstands.

 

Dieser Weltfriedenstag wird von den Vereinten Nationen ausgerufen: Doch diese UNO liegt selbst komplett zerstört am Boden angesichts der Dimension des Völkermords in Syrien. Gut dokumentiert ist, dass Nahrungsmittel und medizinische Hilfe der UN in Syrien nur mit Erlaubnis des Regimes und meist in Regime-Gebiete geliefert worden sind. Dies ist eine Schande, denn diese Mittel ermöglichen es dem Regime, den Völkermord fortzusetzen. Der UN Gesandte für Syrien Staffan de Mistura hatte kürzlich erklärt, es gäbe in Idlib 10.000 Terroristen. Das ist Grünes Licht für Assad und Putin, diese zu vernichten. Dies geschieht in einer Region, die von den UN und Russland als “Deskalationszone” bezeichnet wird. De Mistura und andere Offizielle der UN haben sogenannte “humanitären Korridore” in Gebiete, die vom Assad-Regime kontrolliert werden, gefordert. Viele Syrerinnen und Syrer haben viele ihrer Angehörigen verloren durch Bombardierung, Vergewaltigung und Folter. Andere wurden zwangsweise in die Armee eingezogen und gezwungen, gegen andere Syrer zu kämpfen. Der Zynismus dieser Forderung ist unübertroffen.

 

Hier in Deutschland sollten wir nicht denken, dass wir damit nichts zu tun hätten: Steuergelder aus Deutschland stärken die bankrotte UN und ihre Unterstützung für Assad. Der Bundesnachrichtendienst und andere Geheimdienste kooperieren wieder ganz offen unter dem Deckmantel der “Terrorismusbekämpfung” mit Syrischen Sicherheitsbehörden. Der deutsche Staat nötigt Geflüchtete aus Syrien, die syrische Botschaft aufzusuchen, um immense Beträge für die Ausstellung von Dokumenten zu bezahlen und sich dabei von den Mördern ihrer Familien demütigen zu lassen. 

 

Angela Merkels Wunsch, das eine humanitäre Katastrophe vermieden werden müsse, wiegt in den Augen von Putin weit weniger, als ihre auf dem in wunderbarer Landschaft gelegenen Schloss Meseburg gegebenen Einverständnis, dass diese Kämpfer bekämpft werden müssten. Für Putin ein weiteres grünes Licht zur Massen-Bombardierung von Frauen, Männern und schätzungsweise 1,5 Millionen Kindern. 

 

Diese Bombardierung muss sofort gestoppt werden! Lebensmittel sowie humanitäre und medizinische Hilfe muss Idlib sofort erreichen!

 

Stehen Sie hier zusammen mit uns für die Bevölkerung! Ein freies Syrien für freie SyrerInnen! 

For weeks now, courageous women, men and children of Idlib, in North Syria, in their thousands, have been demonstrating for their lives: despite seven and a half years of genocidal bombing, hunger sieges and deprivation of medical care, war fought against their hospitals, their children´s schools, their refugee centres and aid workers, bus deportations from their homes (some twice or more times), of torture imprisonments, rape killings and mass disappearances, despite this and more – people in North Syria are collecting en mass on the streets, shouting, we are not terrorists, No Justice No Peace - „the people want the end of the regime“

 

On World Peace Day, 21.9. 2018, we must stand with them, for freedom, for an immediate end to the war – we, normal women, men and children here, must demand Stop Now – to a genocide and mass killing, which has been announced in cold blood in advance, as „liquidation“ and „extermination“ of resistance by Assad and Putin. There can be no peace with genocidal mass murder; Syrians must be free, to choose for themsleves.

 

This World Peace Day is called by the UN: that UN which has now completely caved in to genocidal massacre and torture death in Syria. Documented is, that UN food and medical aid is only administered with the permission of the Assad regime, and in Assad areas – disgracefully, freeing Assad´s resournces for the further torture campaigns and mass death. UN official de Mistura has said there are „10,000 terrorists“ in Idlib: a a tacit green light, for Putin and Assad´s clearly pronounced aim, to exterminate them (in a region, which is a UN and Russia declared „deescalation zone“). De Mistura and other UN officials have called for „humanitarian corridors“ to Assad regions – given that most Syrians have lost so many loved ones - to bombing, rape and torture death or forced transcription into the army, where they are forced to fight against other Syrians - The idea of the "Humanitarian Corridors" is unsurpassed in cynicism.

 

We should also not think, in Germany, that we are not involved: German taxpayers´money bolsters the bankrupt UN support for Assad, BND and services cooperate openly („against terrorism!; a scandal) with Assad´s services, Germany forces Syrian refugees here to go to the embassy, be humiliated by the killers of their families and to pay them large fees for documents, and so much more.

 

Merkel´s expressed wish to avoid a „humanitarian catastrophe“ in Idlib, will weigh much, much less to Putin than her understanding, expressed at dinner with him in the beautiful surroundings of Meseberg Castle, that fighters must be fought („natürlich, mussen die Kämpfer bekämpft werden“) - for Putin, another green light for mass bombardment of women, men and up to 1.5 million children from the air.

 

The bombing must stop immediately – humanitarian, food, medical aid, must reach Idlib immediately.

 

Stand with the people – a free Syria for free Syrians!