Save Idlib NOW! Berliner AktivistInnen rufen zur Mahnwache für Idlib auf

Archivbild: Mahnwache am 1. September 2018 auf dem Alexanderplatz / Berlin
Archivbild: Mahnwache am 1. September 2018 auf dem Alexanderplatz / Berlin

Anlässlich des begonnen Angriffs auf die syrische Region Idlib rufen Berliner AktivistInnen mit und ohne syrische Wurzeln zu einer Mahnwache am Montag den 10. September 2018 auf dem Alexanderplatz (Brunnen der Völkerfreundschaft) in Berlin auf. Von 18:00 bis 21:00 Uhr gedenken sie der Opfer der Massenverbrechen in Syrien und fordern ein Stopp der Kämpfe, Aufklärung und Bestrafung der Verantwortlichen von Massenverbrechen sowie Freiheit für Syrien ohne das Regime von Baschar al-Assad.

 

Was: #EyesOnIdlib: Mahnwache für Idlib  

Wann: Montag, den 10.09.2018 von 18:00 - 21:00 Uhr

Wo: Alexanderplatz - Brunnen der Völkerfreundschaft, Berlin

Wer: Berliner AktivistInnen mit und ohne syrische Wurzeln

Es wird Möglichkeiten zur Bildberichterstattung geben

 

In Gedenken an die Opfer des Krieges in Syrien fordern die AktivistInnen:

 

- Keine Verhandlungen mit dem mörderischen Assad-Regime

- lückenlose Aufklärung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien, Bestrafung der Verantwortlichen

- offene Grenzen  für Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, in Syrien und anderswo

- sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland für Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, keine „Rückführung“


Save Idlib NOW! Das Assad-Regime und seine Verbündeten planen ein Massaker im Nordwesten Syriens

 

Seit einigen Tagen bombardiert das Assad-Regime mit Unterstützung der russischen Luftwaffe die Provinz Idlib im Nordwesten des Landes. Die jetzigen Angriffe sind offenbar die Vorboten eines geplanten Großangriffs auf die Provinz nach dem Scheitern n der Teheraner Verhandlungen zwischen der Türkei, Russland und dem Iran. Ein solcher Angriff würde eine humanitäre Katastrophe in unvorstellbarem Ausmaß bedeuten. In die Provinz Idlib hatte das Regime in den letzten Jahren alle Menschen vertrieben, die sich der brutalen Diktatur nicht beugen wollten. Hier leben Menschen, die schon einmal geflohen sind und die alles verloren haben. Von den knapp drei Millionen Menschen in Idlib sind 1,4 Millionen Vertriebene aus anderen Landesteilen. 

 

Die Menschen in Idlib wären diesen Angriffen nahezu schutzlos ausgeliefert. Flucht ist unmöglich, da die Türkei die Grenzen geschlossen und mit massiven Grenzanlagen befestigt hat. Gerechtfertigt werden die geplanten Angriffe mit der Präsenz islamistischer Gruppen in der Provinz. Der russische Außenminister Lawrow sprach in einer enthumanisierenden Sprache sogar von einem „eiternden Geschwür“, das entfernt werden müsse. Damit folgt das Regime einem „Argumentations“muster, das es in den vergangenen Jahren auch bei der Vertreibung großer Bevölkerungsteile aus Aleppo, Ost-Ghouta und anderen Orten Syriens benutzt hat.

 

Tatsächlich geht es dem Regime um die Ausschaltung jedweder Opposition. So erklärte der Geheimdienstchefs der syrischen Luftwaffe, General Jamil Hassan, auf einem Treffen mit anderen Geheimdienstsoffizieren Anfang August: „Ein Syrien mit 10 Millionen regierungstreuen Menschen ist besser als ein Syrien mit 30 Millionen Terroristen.“ Wie sehr der Angriff ein Vernichtungsfeldzug des Assad-Regimes gegen die Zivilbevölkerung, zeigt auch die Tatsache, dass wie so oft bereits in den ersten Tagen Krankenhäuser zu den ersten Angriffszielen gehören. Wir stellen daher fest: Frieden und Wiederaufbau des Landes kann es nur in einem demokratischen Syrien ohne das Regime von Baschar al-Assad geben.

 

 

Kontakt: https://www.4syrebellion.de/

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