Mahnwache zum 5. Jahrestag des Giftgasangriffes auf Ost-Ghouta in Syrien

Anlässlich des 5. Jahrestages des Chemiewaffenangriffs auf die syrische Ortschaft Ost-Ghouta am 21.08.2013 rufen Berliner AktivistInnen mit und ohne syrische Wurzeln zu einer Mahnwache am Brandenburger Tor auf. Von 16:00 bis 18:00 Uhr gedenken sie der Opfer der Massenverbrechen in Syrien und fordern Aufklärung und Bestrafung der Verantwortlichen. 

  • Was: Mahnwache zum 5. Jahrestag des Giftgasangriffes auf Ost-Ghouta in Syrien
  • Wann: Dienstag, den 21.08.2018 von 16:00 - 18:00 Uhr
  • Wo: Pariser Platz - Berlin, Brandenburger Tor 
  • Wer: 4syrebellion
  • Es wird Möglichkeiten zur Bildberichterstattung geben

 


Vor fünf Jahren, am 21. August 2013, kam es in Syrien zum schwersten Chemiewaffeneinsatz der letzten 30 Jahre. Im damals von oppositionellen Milizen kontrollierten Ost-Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus starben wahrscheinlich bis zu 1700 Menschen am Giftgas Sarin. Viele Indizien weisen darauf hin, dass der Angriff vom Assad-Regime ausging. Auch nach 2013 wurden im Syrien-Krieg immer wieder Giftgase eingesetzt, Tausende durch chemische Waffen verletzt, Hunderte getötet – in Khan Sheikoun, in Saraqib, in Douma und an vielen anderen Orten. Obwohl in vielen Fällen die UN die Täterschaft des Assad-Regimes beweisen konnte, mussten die Täter bis heute kaum fürchten, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Im Gegenteil: Das Assad-Regime hat fast alle Landesteile zurückerobert – und darf bereits auf internationale Anerkennung und Unterstützung beim Wiederaufbau hoffen.

 

Zurzeit bereitet das Assad-Regime einen Angriff auf die Provinz Idlib im Nordwesten des Landes vor. Dorthin hatte das Regime in den letzten Jahren alle Menschen vertreiben, die sich der brutalen Diktatur nicht beugen wollten. Bereits Anfang August erklärte die UN, ein Angriff auf Idlib würde zu einem „Blutbad“ führen – ein angekündigtes Massaker vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

 

In Gedenken an die Opfer vom 21. August 2013 fordern die AktivistInnen heute:

 

- Keine Verhandlungen mit dem mörderischen Assad-Regime

- lückenlose Aufklärung der Giftgasangriffe in al-Ghouta und anderen Orten in Syrien, Bestrafung der Verantwortlichen

- offene Grenzen  für Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, in Syrien und anderswo

- sicherer Aufenthaltsstatus in Deutschland für Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, keine „Rückführung“

 


Programmtipp:

An dieser Stelle machen wir gern aufmerksam auf die am Abend stattfindende Veranstaltung von adopt a revolution:

 

Chemiewaffen - mir doch egal?

 

Dienstag den 21.08.2018

19:00 - 21:30 Uhr

k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

 

Mit:

 

Abdulsattar Sharaf :Aktivist aus Erbin, Ghouta, Augenzeuge

Hadi Alkhatib: Gründer und Leiter von Syrian Archive

Moderation: Christin Lüttich, Adopt a Revolution

 

Mehr Infos auf der facebook Seite der Veranstaltung